Wer kennt sie nicht, die schlauen Sprüche zum Thema Hausputz? Ab heute kannst du dich einreihen, denn wir versorgen dich mit den besten Tipps für ein strahlend sauberes Zuhause.

Es dürfte wohl kaum eine Familie geben, die kein eigenes Rezept für die optimale Reinigung von Fenstern, Böden oder Sanitäranlagen parat hat. Dabei lohnt es sich durchaus, diesen Tipps Gehör zu schenken, anstatt nur genervt die Augen zu verdrehen! Denn wer von euch hat die Schränke nicht zum Bersten gefüllt mit teuren Chemiekeulen, die zum Teil mehr Schaden anrichten als wirklichen Nutzen mit sich bringen? Man geht heutzutage nämlich sogar davon aus, dass zahlreiche Allergien mit schädlichen Substanzen aus Reinigungsmitteln zusammenhängen. Dabei braucht es gar nicht viel, um seine Wohnung sauber zu halten – weder viel Zeit, noch viel Geld. Die meisten Zutaten dafür hat man sogar schon im Haus. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt und unsere Gesundheit. Welche Hausmittel wirkungsvoll Schmutz bekämpfen und in deinem Haushalt nicht fehlen sollten erklären wir dir in unserem heutigen Artikel. Du wirst überrascht sein, wie wenig es tatsächlich braucht, um seine Wohnung sauber zu halten!

 

Die wundersame Kraft des Essigs

Ja, du hast richtig gelesen: Essig ist ein absolutes Wundermittel im Haushalt. Und zwar nicht nur um deinem nächsten Eintopf mehr Geschmack verleihen. Denn Essig hat auch eine desinfizierende und kalklösende Wirkung, welche besonders praktisch für die Reinigung des Badezimmers oder der Waschmaschine ist – deine Waschmaschine wird sich freuen, ab und zu nicht nur deine Klamotten, sondern auch mal sich selbst reinigen zu dürfen. Wenn dir der Geruch jedoch zu streng ist kannst du gern mit ein Paar Tropfen Duftöl nachhelfen. Und zusammen mit einem ökologischen Reiniger bringt Essig auch dein Badezimmer wieder auf Hochglanz.

Sehr wirkungsvoll ist Essig auch in Kombination mit Natron. Natron? Was genau ist eigentlich Natron? Zunächst einmal ist Natron eine Grundchemikalie der chemischen Industrie – der volle Begriff lautet Natriumhydrogenkarbonat. Natron wird aus Kochsalz gewonnen. Das geschieht, indem Chlor gegen Karbonat ausgetauscht wird. Klingt erstmal recht ungesund und chemisch, oder? Dabei ist der Stoff in unzähligen Alltagsprodukten enthalten, wie zum Beispiel Brausepulver und -tabletten, in Feuerlöschern und, nicht zu vergessen, auch in Backpulver. Neben der Körperpflege (es soll zu weißen Zähnen verhelfen und kann als Badezusatz den Körper entsäuern) kann Natron auch als Backtriebmittel eingesetzt werden – und was man bedenkenlos essen kann ist sicher auch nicht schädlich für unsere Umwelt. Last but not least ist Natron ein echter Fleckenkiller im Haushalt. Besonders in Kombination mit Essig kannst du so problemlos starken Flecken, Bakterien und sogar Pilzen den Garaus machen. Da diese Mittelchen auch empfindliche Untergründe problemlos reinigen, kannst du sie beruhigt in fast jeder Situation einsetzen – zum Beispiel für deinen dreckigen Fenstersims. Das bringt nicht nur den Glanz zurück, sondern entfernt auch unschöne Bakterien und Wasserflecken, die sich mit der Zeit bilden können.

Hat meistens jeder, nutzt nur keiner: Alltägliche Utensilien aus der Küche

Und dein Bügeleisen gleitet nicht mehr wie gewünscht über die Wäsche? Stell das lauwarme Gerät einfach kurz auf ein mit Essig getränktes Küchenhandtuch – das löst Eingebranntes sehr schnell und äußerst effektiv.
Bestimmt kennst du auch die hartnäckigen Verkrustungen in deiner Mikrowelle? Auch dabei kann Essig wahre Wunder wirken. Einfach eine kleine Schale mit einer Mischung aus Essigessenz und Wasser in die Mikrowelle stellen und das Gerät bei voller Leistung 10 Minuten laufen lassen: Der Essig verdampft zusammen mit dem Wasser und löst so die starken Verkrustungen an der Wand. Es reicht, die Mikrowelle anschließend mit einem Lappen und ein wenig Spülmittel auszuwischen – tada, deine Mikrowelle ist wieder (fast) wie neu. Aber Achtung: Lass die Mikrowelle vorher ein wenig abkühlen, damit du dir nicht die Pfoten verbrennst.
Auch den Backofen kann man ganz einfach sauber halten. Dafür eignet sich wieder einmal unser guter Kumpel Natron: Das Natron wird mit Mineralwasser zu einem Brei angerührt, den du dann auf die schmutzigen Stellen aufträgst. Anschließend lässt du das Ganze für circa 30 Minuten einwirken und wäscht es dann zusammen mit dem Dreck aus.

 

Wunderwaffe Öl

Wenn du bei Öl nur an lästige Fettflecken denken kannst belehren wir dich jetzt eines Besseren verdeutlichen dir, warum man manchmal Gleiches mit Gleichem bekämpfen muss. Gerade auf den Küchenschränken und der Dunstabzugshaube lagert sich mit der Zeit ein schmieriger Fettfilm ab, den man auch mit chemischer Hilfe nur schwer entfernen kann.

Nicht nur zum Kochen ein Wundermittel: Das gute, alte Öl

Was du jetzt brauchst ist einen alten Lappen, etwas Öl, Natron und einfaches Spülmittel. Diese Mittel kosten in der Anschaffung nur wenige Euro – helfen aber ungemein. Den alten Lappen einfach in einer Lösung aus Natron, Mineralwasser und Spülmittel tränken und damit die Fettablagerungen bearbeiten. Du wirst sehen, wie wunderbar leicht das funktioniert – zur Not gern auch etwas einwirken lassen. Ist die Haube erstmal sauber arbeitest du nun etwas Öl in die Oberfläche ein – das lässt sie nicht nur schick glänzen, sondern bindet in Zukunft auch neuen Staub. Ganz oben im Ranking der am meisten gehassten Hausarbeiten steht bestimmt auch bei dir das Staub wischen. Um dieses möglichst lange zu umgehen bietet sich eine ganz natürliche und kostengünstige Möbelpolitur an, die nebenher auch noch wunderbaren Glanz ins Haus bringt: aus Öl und Essig. Vor allem leicht ramponierte Holzmöbel bekommen durch eine solche Politur ihren alten Look zurück und auch Wasserflecken verschwinden fast vollständig. Auf künstlichen Oberflächen solltest du das Gemisch allerdings erst an einer unauffälligen Stelle testen.

 

Gesund und praktisch: Zitronen

Sauer macht nicht nur lustig, sondern auch sauber! Wenn du noch die guten, alten Holzbrettchen für dein Frühstück nutzt, kannst du diese ganz leicht mit Zitronen reinigen – denn die Spülmaschine ist tabu für das empfindliche Holz! Die Temperaturen sind zu hoch und die Reiniger zu aggressiv – das führt zu sprödem Holz, das früher oder später bricht. Schonender ist Folgendes: Das Brettchen mit Kochsalz bestreuen und eine halbe Zitrone gut einmassieren. Anschließend mit warmen Wasser abspülen und trocknen lassen. Wenn dein Brettchen auch von Keimen befreit werden soll kommen wieder Essig und Natron zum Einsatz. Diese beiden Hausmittel vermischen, das Holzbrett damit gut abreiben und anschließend mit warmem Wasser abspülen und trocknen lassen.


Es gibt außerdem noch einen ganz einfachen Trick, um das Holz vor zukünftigen Verschmutzungen zu schützen: 
Öle das Brettchen nach der Reinigung gründlich ein. Machst du das regelmäßig agiert das Öl wie eine natürliche Imprägnierung, denn es verhindert das Eindringen von Wasser und wirkt somit der Entwicklung von Bakterien entgegen.


Ach ey: Sollte dein Bügeleisen mal nicht mehr ganz so sauber sein wie am Anfang, reibe die lauwarme Sohle mit einer halben Zitrone ein und wische anschließend mit einem feuchten Tuch nach. Das bringt die Sohle deines Bügeleisens schnell wieder zum Strahlen.

 

Selbstgemachte WC-Steine

Zusammen mit Natron, Essig und einigen anderen Zutaten kann man sich sogar selbst kostengünstige WC-Steine herstellen. Deine Neugier ist geweckt? Dann verraten wir dir, was du dazu brauchst:

  • 60 ml Zitronensaft
  • 1 TL Essig
  • 20 Tropfen aromatisiertes Öl
  • 1 TL Wasserstoffperoxid (3%, aus der Apotheke)
  • 1 TL Essig
  • 160 g Natron und eine Eiswürfelform


Zuerst mischst du den Zitronensaft mit dem Natron. In einer eigenen Schüssel verrührst du dann den Essig mit dem Wasserstoffperoxid. Das zweite Gemisch wird tröpfchenweise mit in die erste Schüssel gegeben. Zum Schluss noch ein paar Tropfen Öl (wie das Ganze riechen soll bleibt dir überlassen) dazu träufeln – und damit ist es auch schon fast getan. Das Gemisch jetzt nur noch in eine Eiswürfelform füllen und über Nacht trocknen lassen.
Wenn deine Toilette das nächste Mal eine Reinigung oder frischen Duft braucht, einfach einen der Tabs hinein werfen – da kann die WC-Ente einpacken!

 

Sauber und wohlriechend mit Zimt

Bei Zimt denkst du sicherlich auch zuerst an den gemütlichen Duft von Weihnachtsplätzchen, der sich in der kalten Jahreszeit gern mal in Cafés oder heimischen Küchen verbreitet. Aber das Gewürz kann noch so viel mehr. Nach dem Kochen oder Braten kann man damit zum Beispiel schlechte Gerüche loswerden. Dazu muss man nur einen Topf mit einer Wasser-Zimt-Mischung aufkochen – schon riecht deine Wohnung wieder gut. Aber nicht nur als Geruchsneutralisator ist Zimt einsetzbar – es hat auch wunderbare, reinigende Eigenschaften. Zusammen mit Essig und Natron kann man damit im Handumdrehen einen schmutzigen Grillrost sauber machen. Das Zimt wirkt dabei wie eine Art Peeling, das schonend die Verkrustungen löst – Natron und Essig wirken gleichzeitig desinfizierend. Dass danach alles wunderbar duftet, ist ein positiver Nebeneffekt. Was willst man mehr?

 

 

Fettfleck entfernen mit Babypuder

Wer kennt das nicht? Man hat nur eine Sekunde nicht aufgepasst und schon prangt ein unübersehbarer Fettfleck auf dem Oberteil. Das ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch sehr schwer wieder zu entfernen – denkst du! Für nur wenige Euro kannst du dir in der Drogerie ein handelsübliches Babypuder kaufen. Großzügig auf den Fleck auftragen und einige Stunden einwirken lassen, das Puder abbürsten und das Teil in der Waschmaschine ordentlich auswaschen – fertig.

 

Zahnpasta als Allrounder

Gerade Zahnpasta für „nachweislich weiße Zähne“ hilft dir Zuhause weiter

Auch außerhalb des vorgesehenen Einsatzortes ein echtes Wundermittel: Die gute, alte Zahnpasta. Damit lassen sich beispielsweise sehr hartnäckige Edding-Flecken auf Keramik oder Glas wieder entfernen. Dazu einfach Zahnpasta mit Natron mischen, auf die Farbe geben, gut verreiben und ordentlich abwaschen. Ist die Wand verschmutzt, kann man nach erfolglosem Hantieren mit dem Schmutzradierer ebenfalls Zahnpasta verwenden. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn die Pasta Schleifpartikel enthält – das ist meistens bei aufhellenden Pasten der Fall.

 

Was kann ich mit Seifenresten machen?

Kernseife daheim? Wenn das Stück Seife immer kleiner wird brauchst du es noch lange nicht in den Müll zu werfen – auch hierzu gibt es nämlich einen ganz einfachen Trick: Die kleinen Späne sammeln und in ein altes Zwiebelnetz stecken. So kann man sich mit den kleinen Resten noch lange die Hände waschen, ohne weiteres Geld ausgeben zu müssen! Mag nicht wunderschön aussehen, verrichtet aber seinen Zweck.

 

Die Milch macht’s

Blutflecken gehören zu den hartnäckigsten Flecken überhaupt und lassen sich selbst mit purer Chemie kaum entfernen. Ein ganz simpler, aber ebenso wirkungsvoller Trick, ist es, den eingetrockneten Fleck in Milch einzuweichen. Die Enzyme in der Milch sorgen dafür, dass sich das Eiweiß aus dem Blut wieder vom Stoff löst. Nach nur wenigen Stunden kann man das eingeweichte Wäschestück aus der Milch nehmen und in der Waschmaschine auswaschen. Sollte der Fleck nicht beim ersten Mal entfernt sein, die Prozedur einfach noch einmal wiederholen. Auch deine Pflanzen freuen sich über Milch. Allerdings nicht im Gießwasser, sondern als pflegende Lotion für die Blätter. Dazu einfach einen Teil Wasser mit dem gleichen Teil Milch mischen und die Blätter vorsichtig einreiben. Das sorgt nicht nur für einen wunderschönen Blattglanz, sondern entfernt auch Reste von Staub und Schmutz effektiv.
Ist bei der letzten Party Rotwein auf dem Teppich gelandet, ist auch das kein Problem: Einfach mit heißer Milch beträufeln, einwirken lassen und dann mit reichlich Wasser auswaschen.

Nicht umsonst heißt es oft „Körpermilch“ – und das mögen auch deine Pflanzen

Du musst nicht viel Geld für unnötige Chemikalien ausgeben, um deine Wohnung sauber zu halten – meistens finden sich die richtigen Mittel dafür schon längst in deiner Küche. Neben den oben genannten Tipps gibt es natürlich noch unzählige mehr. Oder wusstest du schon, dass du mit Walnüssen leichte Kratzer aus Holzmöbeln entfernen und mit Efeu sogar waschen kannst? Und mit Omas Gebissreiniger kannst du übrigens ganz leicht deine Thermoskanne reinigen. Die genannten Mittel haben den Vorteil, dass sie nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen. In Zeiten steigender Umweltbelastungen ist es wichtig, dass man sich vor weiteren Giften schützt. Die meisten Reiniger aus dem Supermarkt enthalten viele, schädliche Substanzen – einigen davon sagt man sogar nach, Allergien auszulösen. Du merkst es schon, wir könnten dir noch unglaublich viele Tricks mit auf den Weg geben.

Immer schön dran denken: Gibt dir das Leben Zitronen, mach Putzmittel draus.