Na endlich: Sommer, Sonne Sonnenschein – wir alle haben auf die warmen Tage gewartet, die zum Entspannen am See oder im Park einladen und selbst Zuhause das Gefühl von Urlaub vermitteln. Doch ist der Sommer dann da, wie die Deutschen nunmal so sind, ächzt und krächzt alles unter den hohen Temperaturen. Ob zu Hause oder unterwegs – alle sehen sich nach einer Abkühlung. Diese ist nur angenehm, sondern auch wichtig, damit der Kreislauf stabil bleibt und es zu keinen gesundheitlichen Problemen kommt. Es gibt einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gibt, um auch bei richtig drückenden Temperaturen cool zu bleiben und den Sommer in vollen Zügen genießen zu können.

Lies weiter, damit du beim nächsten Grilltag im Park nicht wegschmierst


Auf die Kleidung achten

Es ist die naheliegendste, aber auch eine der wichtigsten Maßnahmen, die Hitze im Sommer vernünftig zu überstehen: Zieh dir möglichst luftige Kleidung an, idealerweise aus Baumwolle – Baumwolle ist nämlich besonders atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf. Auch Leinen und Seide eignen sich wunderbar. Gerade Seide ist ein kühlend wirkender Stoff, der sogar dem Schwitzen vorbeugt – schweißige Flecken unter den Armen dürften somit der Vergangenheit angehören. Polyester und Polyacryl, beziehungsweise alle synthetischen Stoffe, sollten wiederum gemieden werden – in der prallen Sonne schwitzt du dir damit richtig einen ab. Wer sich in erster Linie zu Hause oder in seinem Viertel aufhält, kann auch einfach nur einen Bikini oder Shorts tragen – Hauptsache es kommt möglichst viel kühlende Luft an die Haut.

Wer draußen unterwegs ist, sollte übrigens eine Kopfbedeckung tragen. Hier wird oft vergessen, dass auch die Kopfhaut einen Sonnenbrand erleiden kann, was alles andere als angenehm ist. Ein Hut schützt nicht nur davor, sondern auch vor Überhitzung und möglichen Hitzeanfällen – so ein Sonnenstich ist nur solange lustig, bis man wirklich mal einen hatte.

Ein besonders einfacher und wirkungsvoller Tipp: Einlegesohlen in den Kühlschrank legen und am nächsten Tag in die Schuhe legen. Die Sohlen sind dann angenehm kühl und geben über mehrere Stunden hinweg eine angenehme Frische an deine Füße ab.

 

Auf Essen und Trinken achten

Wenn es extrem warm ist sollte besonders viel getrunken werden … klar, oder? Der Körper dünstet durch das Schwitzen mehr Wasser aus als im Winter, weswegen für genügend Nachschub gesorgt werden muss. Mineralische Drinks helfen die Mineralien und Spurenelemente, die durch das Schwitzen verloren gegangen sind, zu ersetzen.

Wichtig: Alkohol gilt es zu meiden (schallendes Gelächter). Die Gefäße werden durch alkoholische Getränke geweitet, was den Kreislauf schwächt. Zudem wird die Flüssigkeitsausscheidung angeregt. Anstatt Flüssigkeit möglichst im Körper zu behalten, verlierst du sie stattdessen – macht wenig Sinn, oder? Gerade in der Mittagssonne kann das besonders gefährlich werden – gegen ein Bier am Abend spricht aber natürlich nichts.

Auch das Essen sollte möglichst leicht verdaulich sein, um zu vermeiden, dass der Kreislauf zusätzlich angestrengt wird. Hier eignen sich Suppen und Salate sehr gut. Gerade Suppen sättigen nicht nur, sondern sorgen auch für zusätzliche Flüssigkeitszufuhr.

Bleib bei leichter Kost und denk an ausreichend Wasser


Sport ist Mord – zumindest in der Hitze

Wer gerne Sport macht, sollte diese Aktivität im Sommer einschränken oder gar komplett vermeiden – jedenfalls in der prallen Mittagssonne. Da die Luft meist stickig ist und der Körper aufgrund der Hitze sowieso angegriffen ist, kann es zu einem Kreislaufzusammenbruch kommen, sofern Sport exzessiv oder übermäßig betrieben wird. Joggen, Fahrrad fahren oder andere Workouts solltest du möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden verschieben, wenn es noch nicht beziehungswise nicht mehr so heiß ist. Wer gar nicht darauf verzichten mag, sollte ein Fitnessstudio aufsuchen – Klimaanlagen sei Dank.

 

Hitzefrei? Leider nein, leider gar nicht

Wie schön waren die Zeiten, als es noch hitzefreie Vormittage gab. Arbeitnehmer und Studenten müssen sich wohl oder übel mit der Hitze abfinden. Doch aufgepasst: Arbeitgeber sollten bei extremer Wärme Maßnahmen zu ergreifen, die die Gesundheit der Arbeitnehmer schützen – besagt die Arbeitsstättenverordnung. Leider handelt es sich hierbei nur um eine Empfehlung, keine Verpflichtung, weswegen wir nur hoffen können. Gute Arbeitgeber werden sicherlich Ideen haben, wenn sie sehen, dass ihre Mitarbeiter in der Hitze eingehen. Wer aber Pech hat, muss sich unter Umständen mit den Gegebenheiten abfinden. Ein Hitzefrei gibt es nämlich nicht.

Studenten haben es da einfacher. Es gibt Veranstaltungen, die nicht verpflichtet besucht werden müssen, beziehungsweise keine Anwesenheitspflicht haben. In diesen Fällen könnte es ratsam sein, zu Hause zu bleiben und die verpassten Inhalte im Selbststudium nachzuholen (wieder schallendes Gelächter). Dies sollte natürlich nur dann der letzte Ausweg sein, wenn die Hitze tatsächlich unerträglich ist und eventuell noch eine längere Fahrt in einem stickigen Bus bevorsteht (Menge tobt).

 

Aufenthalt im Schatten

Auch wenn die strahlende Sonne zum ausgiebigen Sonnenbaden verleitet, sollte darauf gerade in der Mittagssonne verzichtet werden. Mittags ist die Sonne nämlich besonders stark, was dir zunächst gar nicht auffallen wird. Jedoch dauert es nicht lange, bis du einen schmerzenden Sonnenbrand hast, der nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich ist. Deswegen ist ratsam, sich möglichst im Schatten aufzuhalten – auch hier kannst du dich bräunen. Logisch dauert es zwar länger als in der prallen Sonne, ist aber deutlich gesünder. Entsprechende Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor sollte selbstverständlich sein. Von fragwürdigen Ratschlägen, wie beispielsweise sich mit Öl einzucremen, um schneller braun zu werden, sollte unbedingt Abstand genommen werden. Im schlimmsten Fall kann dies hochgradige Verbrennungen zur Folge haben, die ärztlich behandelt werden müssen.

 

Hitze, bleib draußen!

Meist heizt sich nicht nur die Luft draußen auf, sondern auch das Zuhause. Die einfachste, aber auch kostspieligste Variante, um die eigenen vier Wände kühl zu halten, ist die Klimaanlage – in Deutschland aber nicht wirklich ökonomisch, bei drei Tagen Hitze im Jahr. Eine bessere Alternative sind Ventilatoren, die für Luftzirkulation und damit Kühlung in der Bude sorgen. Sie sind zwar nicht so effektiv wie eine Klimaanlage, sorgen aber zumindest für eine kleine Erfrischung. Leider haben sie auch einige Nachteile: Ventilatoren sind in der Regel recht laut. Nur wer sehr müde ist, wird dieses Geräusch vor dem Einschlafen ausblenden können. Zusätzlich besteht die Gefahr, sich durch die entstehende Zugluft zu erkälten. Deswegen solltest du darauf achten, wie du den Ventilator im Raum platzierst.

 


Ebenfalls ist es ratsam, morgens und abends kräftig durchzulüften. Das heißt: Möglichst alle Fenster und Türen für einige Minuten öffnen und so für einen Durchzug sorgen. Auf diese Weise gelangt genug frische Luft in die Wohnung und es dauert länger, bis diese sich wieder aufheizt.

Auch sollten alle Rollos geschlossen gehalten werden, sodass die Sonne nicht in die Zimmer scheinen kann. Wirkungsvoll sind Jalousien, die außen liegen. Innen liegende Rollos sollten aus hellem Material bestehen, welches die Sonneneinstrahlung reflektiert.

 

Für schnelle Abkühlung sorgen

Ist die Hitze unerträglich und es hilft kein Ventilator und keine knappe Kleidung, so musst du schärfere Geschütze auffahren. Ein kaltes Fußbad eignet sich beispielsweise ideal, um eine schnelle Erfrischung zu erzielen. Du kannst aber auch kühles Wasser über deine Handgelenke und deine Unterarme fließen lassen. Dies hat den Effekt, dass deine Gefäße sich kurzfristig enger stellen und dein Kreislauf somit gestärkt wird. Also auch, wenn dir einmal kurz schwarz vor Augen wegen der Hitze wird: Einige Spritzer kühles Wasser wirken meist Wunder. Es gibt übrigens noch eine ganze Menge anderer kleiner Tricks:

 


Im Handel sind zudem sogenannte Wasser-Sprays erhältlich. Es handelt sich um hochwertiges, keimfreies Wasser, das in einer Art Deodorant abgefüllt ist. Diese Sprays können im Kühlschrank gelagert werden. Bei Bedarf kannst du dich damit einsprühen und erhälst einen angenehmen Cooling-Effekt. Ein netter Nebeneffekt: Wasser-Sprays können auch für die Make-Up-Fixierung genutzt werden.

 

Luftfeuchtigkeit hoch halten

Ein Problem, das in diesem Zusammenhang meist vernachlässigt wird, ist die Luftfeuchtigkeit. Während Hitzeperioden ist diese besonders gering. Das Atmen fällt schwerer, wodurch weniger Sauerstoff ins Blut gelangt. Es treten Schlafstörungen auf, die Schleimhäute sind gereizt, die Immunabwehr ist geschwächt und der Kopf schmerzt. Dies alles sind Auswirkungen von zu niedriger Luftfeuchtigkeit. Zum Glück sind inzwischen Luftbefeuchter auf dem Markt erhältlich, die auch preislich erschwinglich sind. Du solltest aber stets auf eine fachgerechte Wartung und Reinigung achten, da sich ansonsten Keime ansiedeln können, die sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken.

 

Alptraum: Dachgeschosswohnung

Es gibt keinen Ort im Haus, der sich schneller und nachhaltiger aufheizt als das Dachgeschoss. Wer ein Zimmer oder eine Wohnung unter dem Dach hat, der weiß, wie belastend heiße Sommertage sein können. Leider gibt es kein Patentrezept, um eine Dachgeschosswohnung effektiv abzukühlen. Hier gelten die gleichen Regeln, wie zuvor beschrieben: Durchlüften, Rollos geschlossen halten und den eigenen Körper so gut es geht kühlen.

Auch kannst du schauen, ob innere Wärmequellen existieren. Dies könnten zum Beispiel elektrische Geräte sein, die parallel Wärme produzieren. Diese solltest du außer Betrieb nehmen, sofern es möglich ist.

 

Wirkungsvolle Hilfe beim Einschlafen

Gerade das Einschlafen fällt schwer, wenn die heiße Luft im Raum steht, du schwitzt und dadurch keine Ruhe findest. Wissenswert in diesem Zusammenhang: Eine sinkende Körpertemperatur signalisiert dem Köper, dass die Nachtruhe bevorsteht. Sinkt die Temperatur aufgrund einer hohen Umgebungstemperatur nicht, kannst du schlechter schlafen. Deswegen ist beispielsweise eine kühle Dusche vor dem Einschlafen empfehlenswert.

Da Satin eine kühlende Wirkung hat, eignet sich dieser Stoff besonders für Bettwäsche während der Sommermonate. Wenn du auch die Matratze mit Satin beziehst, erhältst du einen tollen Cooling-Effekt, den du nicht mehr missen wollen wirst.

Apropos Satin: So ein seidenes Kleid hilft ungemein bei über 30°C

Es sind viele Kleinigkeiten, die du beachten solltest, um die Sommermonate richtig genießen zu können. Achte auf die Signale deines Körpers und reagiere darauf. Denn auch hier gilt, wie bei allen Dingen im Leben: Vorsicht ist besser als Nachsicht.